österreich – 23.06.08

österreich / austria

50. tag – mo, 23.06.08 – laas/i-haiming/a – 130 km / 982 hm sonnig / 06-bewolkt-schauer-gewitter.jpg

nach 50 tagen verlasse ich heute italien. vorher werfe ich noch einen leicht wehmütigen blick zurück auf das großartige panorma des haider sees mit dem imposanten ortler-massiv, passiere den reschensee, aus dem pittoresk-grotesk der beim fluten des stausees übriggebliebene kirchturm von alt-graun ragt – ein immer wieder beliebtes fotomotiv – und erreiche nach überquerung des alpenhauptkamms über den 1.507 m hohen reschenpass schließlich österreichen boden. der streckenweise anstrengende (sehr heiß, max. 19 % !), im ganzen aber unproblematische passanstieg über den im profil von der parallel verlaufenden passstraße, der berühmten via claudia augusta, mitunter stark abweichenden radweg führt entlang der etsch durch sanfte blumenwiesen oder vorbei an kleinen gebirgsbächen, der anfahrt zum stilfser joch (!), durch kühle waldabschnitte und nette kleine ortschaften und bietet immer wieder wunderbare ausblicke auf die sommerliche berglandschaft.

der unscheinbaren passhöhe, die tatsächlich, so scheint’s mir, unterhalb des grenzortes reschen liegt, folgt eine erholsame 15 km lange abfahrt. die sich anschließende strecke über den weitgehend gut ausgebauten inntal-radweg gestaltet sich vom profil (auf und ab!) wie auch landschaftlich sehr abwechslungsreich: liebliche abschnitte durch wiesen und wald wechseln sich ab mit canyon-artigen passagen, in denen sich fluss, straße, eisenbahntrasse und radweg an hohen, steilen felswänden und mächtigen stromschnellen, die jedem wildwasserfreund das herz höher schlagen lassen, vorbei zwängen. gekrönt wird dieser wilde eindruck noch durch ein heftiges gewitter mit kräftigem hagelschlag, den ich unbeschadet unter einer autobahn-unterführung überstehe.

meinen ’nistplatz‘ für die nacht finde ich in der unmittelbaren nachbarschaft einer ’69er oilers‘ tankstelle, die nicht alleine aufgrund der ‚budweiser‘ und ‚michelob‘ leuchtreklamen im verkaufsraum, sondern vor allem wegen der mehreren herrlichen amerikanischen straßenkreuzer und oldtimer davor den eindruck vermittelt, man hätte sich auf die ‚route 66‘ verirrt.

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