deutschland 06.-12.08.07

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94. tag – montag, 06.08.07 – korswandt (bei ahlbeck) – ruhetag
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heute verbringe ich noch ein paar stunden mit helmut auf der heringsdorfer seebrücke, der sich mit seinem flotten roller gegen mittag wieder nach hamburg aufmacht, und genieße dann den sommerlichen strandbetrieb sowie das kulinarische angebot dieses herrlichen seeortes, um morgen den letzten streckenabschnitt meiner reise, die ca. 750 km nach köln, anzutreten.

95. tag – dienstag, 07.08.07 – korswandt-waren (müritz) – 138 km / 477 hm

die heutige wie auch alle restlichen etappen haben nun weniger touristische ziele, sondern sind auf das schnelle überwinden der restdistanz nach köln ausgelegt.
so mache ich mich nach – dank einer gruppe trinkfester jugendlicher zeltnachbarn – kurzen nacht früh auf in richtung waren an der müritz, das ich bei sommerlich warmem wetter und einem ‚freundlichen‘ ostwind nach flotter fahrt über anklam und neubrandenburg bereits am nachmittag ereiche. unterwegs fotografiere ich noch einige beispiele pommerscher backsteingotik, die eine fortsetzung der bisher in polen gesehen architektur darstellen.

96. tag – mittwoch, 08.08.07 – waren (müritz)-dannenberg – 113 km / 175 hm
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zum start in den heutigen tag entscheide ich mich für eine bootsfahrt auf der mecklenburgischen seenplatte. nicht nur, dass ich dabei rund 50 km strecke ’spare‘, sondern auch noch das erlebnis einer fahrt durch die reizvollen seen und ihre verbindungskanäle habe. von plau mache ich mich dann auf richtung ludwigslust, um kurz hinter parchim von einem schrecklichen gewittersturm heimgesucht zu werden, der mich für einen moment zum anhalten zwingt. nach kurzem aufenthalt im windschatten einer eiche (eigentlich sollte man bei eichen weichen, oder?), setze ich aber – anders als die autofahrer – meine fahrt wieder fort.
rechtzeitig zur durchfahrt der wunderschönen, friedlichen elbniederung bei dömitz klart das wetter wieder auf, und ich kann den abend in einem gasthof auf dem kuhmarkt in dannenberg an der elbe genießen.

97. tag – donnerstag, 09.08.07 – dannenberg-hannover – 144 km / 376 hm

kommentar eines dannenbergers beim anblick meiner üppigen frühstpücksportion, die mir die bäckersfrau auf meinen wunsch hin zubereitet hat: „wo sitzen sie? ich komm dann dazu und esse mit!“
so gestärkt mache ich mich auf zu einer dank günstiger windverhältnisse und leichten streckenprofils flotten fahrt nach hannover, die lediglich eine etwas längere unterbrechung im malerischen celle erfährt, das sich auf sein altstadt-fest vorbereitet.
dennoch erreiche ich hannover-bemerode mühelos vor meinem zeitplan, wo ich vom strohwitwer wolfgang einmal mehr mit gewohnter gastfreundschaft aufgenommen werde und bis spät auf seine interessierten fragen hin über meine reiseerlebnisse berichte – ein wunderschöner abend!

98. tag – freitag, 10.08.07 – hannover-herford – 104 km / 502 hm
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nach einem kurzen krankenhausbesuch bei karin und ihrem gebrochenen knöchel verläuft meine ausfahrt aus hannover – im gegensatz zur einfahrt vor drei monaten – doch wesentlich leichter dank der detaillierten wanderkarte, mit der wolfgang mich zusätzlich zu einem kalorienhaltigen frühstück versorgt.
das wetter zeigt sich einmal mehr recht launig, und so wechseln sich sonnenschein und gewitterregen häufig ab, was mich immer wieder auch zum zeit- und nervraubenden kleidungswechsel zwingt. ansonsten eine ereignisarme etappe, die mich bis nach herford führt.

99. tag – samstag, 11.08.07 – herford-herdecke – 130 km / 560 hm


ein tag, an dem ich – beflügelt von der aussicht auf die kurz bevorstehende heimkehr – locker die 130 km absolviere und dabei vor beckum zwei rtf’ler auf ihren edelrennern schocke, als ich ihr 27er tempo trotz gegenwinds problemlos mithalte.
quasi zur strafe muss ich dann am ende des tages den langen anstieg von dortmund-aplerbeck richtung herdecke bewältigen.

100. tag – sonntag, 12.08.07 – herdecke-köln – 93 km / 639 hm


nach vor unruhe nahezu schlafloser nacht begebe ich mich an einem frischen, sonnigen morgen mit ziemlich ambivalenten gefühlen – freude auf das heimkommen und stolz über den erfolgreichen abschluss einerseits, traurigkeit über das unwiderrufliche ende dieser so erlebnisreichen radtour andererseits – auf den allerletzten streckenabschnitt: die fahrt in meine heimatstadt köln. dabei bin ich kurz vor wuppertal einem hobby-rennradler besonders dankbar, der mir unmitttelbar vor dem mit 25 % steigung angeblich steilsten berg deutschlands eine ausweichroute mit einem zwar sehr langem, aber leicht zu bewältigenden anstieg empfiehlt.
ohne weiteren halt radle ich in einem durch und überfahre bereits deutlich vor der angenommenen zeit die stadtgrenze und den durch die unwetter in weiten teilen deutschlands und der schweiz hochwasser führenden rhein. das gibt mir gelegenheit zu einer erfrischung mit einem frisch gezapften vom früh-köbes zügig aufgestellten kölsch im schatten der domtürme – ohnehin ein muss für einen heimkehrenden kölner.
noch emotionsreicher dann aber der völlig unerwartete empfang vor meinem mit einem großen bildtransparent dekorierten haus durch astrid, meine eltern, meine söhne martin und simon sowie viele liebe freunde und verwandte – ulla + jojo, nedzada + tobias, gaby + richard, lisa + udo, ellen + hans, yvette + kai, utz, jos, martijn, bram, klaus -, die mich bereits über die ganze tour mit ihrem interesse und aufmunterungen motiviert gehalten haben und nun auch diese heimkehr zu einem ganz besonderen, dieser tour würdigen erlebnis machen.

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