04.-08.01.18 – bagan-mandalay

18. tag – 04.01.18 – yenangyaung-bagan

    
    

warum macht das reisen in myanmar so viel spaß?
natürlich ist da der reiz des entdeckens, die attraktion und vielfalt neuer eindrücke, die exotik und faszination des unbekannten landes und seiner kultur, immer wieder überraschende erfahrungen, unerwartete erlebnisse oder fremdartige bilder, die auf uns einwirken. vor allem aber sind es die menschen, ihre freundlichkeit, ihr lächeln, winken, rufen, ihre gleichzeitig angenehme zurückhaltung und dezente würde, das fehlen jeder aggression, heimtücke oder verschlagenheit.
und warum ist gerade hier die art unseres reisens, das radeln, so angenehm?
man scheint sich beim radeln im gleichklang mit der allgegenwärtigen gelassenheit, des fehlens von hektik und hast und so im rhythmus dieser menschen zu bewegen.
diese eigenschaften spiegeln sich auch im verhalten im straßenverkehr wider und führen so zu unserem gefühl von auf europas straßen unbekannter sicherheit und geringster gefährdung. unfälle oder deren spuren haben wir nicht ein einziges mal gesehen. defensives fahren mit zurückhaltung, rücksichtnahme und respekt ist hier die norm, gesellschaftlicher konsens. ein kurzes ‚tip-tip‘-hupsignal zeigt an, dass man wahrgenommen wird, und schafft nötige aufmerksamkeit. ein dreifaches hupen, ‚tip-tip-tip‘, so lernen wir, bedeutet respekt, der aber auch immer wieder durch winken und hochgereckten daumen deutlich bekundet wird.
von vorteil ist außerdem der umstand, dass trotz der umstellung von links- auf rechtsverkehr vor 14 jahren geschätzt noch rund 90% der fahrzeuge mit rechtssteuerung ausgestattet sind, was sich neben der gewohnheit vor allem aus dem umstand erklären lässt, dass der großteil der pkw und lkw japanische gebrauchtwagen-importe sind. so befinden sich die fahrzeugführer beim überholen ‚auf unserer seite‘ und halten automatisch ausreichend abstand.
so lässt sich auch unsere heutige etappe, über 100 km durch sanfte berglandschaft, wieder gut bewältigen, auch wenn die qualität des straßenbelags meist gewohnt hohe konzentration beim steuern sowie gutes sitzfleisch erfordert. die schattenspendenden, die straße baldachinartig überspannenden alleebäume helfen dazu, die in der mitte des tages hochsommerlichen temperaturen auf ein für uns erträgliches maß zu mildern. so erreichen wir dann doch ein wenig müde, aber in freudiger erwartung das von allen birmanen stolz erwähnte bagan, mekka aller myanmar-touristen.

why is traveling myanmar so much fun?
well, of course there is the charm of the discovery, the attraction and multitude of new impressions, the exotic and fascination of the unknown country and its culture, surprising experiences, unexpected adventures or strange pictures reacting on us. but before all it’s the people, their friendliness, smiles, greetings, waving while showing likeable reservation and decency, the absence of any aggression, perfidiouness or trickiness.
and why is our way of travel, cycling, so particularly attractive in myanmar?
it looks as if while cycling we are moving in total consonance with the ubiquitous composure, the lack of hecticness or rush and thus in harmony with the rhythym of these people.
these characteristics are reflected in myanmar’s road traffic and cause our so far unknown sense of safety and non-endangerment. we haven’t seen one single accident or marks of it. defensive driving marked by reluctance, thoughtfulness and respect is general standard, social consensus. a short ‘tip-tip’ honking signal indicates notice and creates attention. a triple honking, ‘tip-tip-tip’ means respect, as we’re told, which yet is repeatedly and explicitly expressed by waving hands or ‚thumbs-up‘.

a significant additional advantage is the fact that despite transition from right to lefthand driving 14 years ago some 90% of the vehicles are still righthanded, and it’s less a matter of habit but mainly due to the fact that the majority of cars and trucks are second hand imports from japan. so when passing vehicle drivers are ‚on our side‘ and automatically keep sufficient distance.
so we have no problem to cope with today’s stage, some 100 km over a moderate mountain road, even though the rough, pothole tarmac requires the usual high steering attention and a well upholstered bottom. the shady, canopy-like alley trees help to milden the high midday temperatures to an bearable level. hence, a bit tired but with joyful expectations we reach bagan, myanmar’s pride and international tourists’ mecca.

19./20. tag – 05./06.01.18 – bagan (sightseeing)

    
    
    

allmählich werden erste konturen sichtbar, die silhouetten unzähliger pagoden- und tempel-spitzen ragen aus dem die weite ebene überspannenden morgendunst, der zunehmend rötliche, den sonnenaufgang ankündigende östliche himmel färbt die  backsteinpagoden feuerrot ein und umrahmt die bergkulisse mit güldener kontur. zunehmend blasser, heller wird das rot, und plötzlich steigen über palmenwipfeln riesige heißluftballons auf und umrahmen die nun deutlich erkennbaren pagoden. und dann fallen die ersten sonnenstrahlen über die bergsilhouette im osten, wohltuende wärme wird spürbar. ein wunderbares schauspiel im dialog zwischen natur und kultur, das sich täglich wiederholt und menschen aus aller welt anzieht und in andächtige bewunderung versetzt.

dieser morgen, inmitten unseres sightseeing-aufenthalts in bagan mit seinen tausenden tempeln und pagoden, einer weltweiten einzigartigkeit, ist der unbestreitbare höhepunkt unseres besuchs hier. er ist zudem auftakt eines weiteren tages mit der, mit dem gemieteten elektro-roller leicht zu unternehmenden, besichtigung einiger der schönsten tempel, deren kunstfertige architektur und spirituelle ausstrahlung uns beeindrucken. er und mit ihm unser bagan-besuch endet mit einer privaten bootsexkursion zu der außergewöhnlichen an einen berghang gebauten pagode kyaukgu umin, dem erklimmen der thetkyamuni und kondawgyi tempel mit dem unbeschreiblichen blick auf das weite flusstal sowie dem erleben des sonnenuntergangs auf dem irrawaddy.

slowly first outlines become visible, the silhouettes of pinnacles of innumerable pagodas and temples emerge from the morning haze covering the wide plain, the increasingly reddish, eastern sunrise-heralding sky tinges the brick pagodas flame red and frames the mountains with a golden contour. the red sky progressively becomes paler, brighter and suddenly there are many hot-air balloons raising over palm tree tops, framing the now clearly visible pagodas. and then the first sunrays fall over the mountain silhouette in the east and send welcome warmth. a miraculous scene as a dialogue between nature and culture, with a daily repetition, that attracts people from the whole world and takes them to devout admiration.
this morning, in the middle of our sightseeing halt in bagan with its thousands of pagodas and temples, a worldwide uniqueness, is undoubtedly the highlight of our visit here. it’s also the start into another day of, while enjoying the speed and comfort of a rented e-scooter, visiting some of the most distinct pagodas which impress by their artistic brick architecture and spiritual aura. this day and simultaneously our bagan halt ends with taking a private boat trip to kyaukgu umin, a remarkable pagoda built on and into a mountain side, climbing up to the two thetkyamuni and kondawgyi temples, that offer an indescribable view over the wide river valley, and relishing the sunset on the irrawaddy river.

21. tag – 07.01.18 – flussfahrt nach mandalay

    
    
    

schon um vier uhr morgens bringt uns das am vorabend bestellte taxi zum ablegepunkt für den betagten kahn, mit dem wir heute die strecke nach mandalay zurücklegen. vom bug des schiffes aus, warm eingemummelt, genießen wir die fahrt über den breiten, an manchen stellen beängstigend flachen, von sandbänken durchsetzten irrawaddy und beobachten das treiben auf dem fluss und seinen ufern. nachmittags treffen wir an unserem nächsten zielort ein, mit rund 1,6 mio einwohnern nach yangon myanmar‘s zweitgrößter stadt, mandalay.

already at four o’clock in the morning the taxi booked the night before takes us to the jetty where we board the worn motor barge to mandalay. sitting in the ships bulk, warmly wrapped we enjoy the journey over the broad, scarily shallow and sandbank interspersed irrawaddy and watch activities on the river and river banks. in the afternoon we arrive at our next destination, with 1.6 million inhabitants after yangon myanmar’s second biggest city, mandalay.

22. tag – 08.01.18 – mandalay (sightseeing)

    
    
    
    

astrids programm, detailliert ausgearbeitet, zeigt uns heute verschiedene facetten dieser interessanten, zwar recht großen, aber doch eher provinziell wirkenden, mit gut 160 jahren noch jungen stadt am irawadi. es macht großen spaß, sich mit dem gemieteten 125 ccm motorroller dem leicht chaotischen, aber immer geschmeidigen verkehrsfluss anpassend, durch die rechtwinklig angelegten straßen zu cruisen.


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die mahamuni pagode, eine blattgold-manufaktur, der sagenumwobene glaspalast, bekannt durch amitav gosh’s gleichnamigen roman, das shwenandow-kloster und abschließend der mandalay hill mit stimmungsvollem sonnenuntergang über dem irawadi sind dabei die angefahrenen stationen und nicht zu vergessen: das hervorragende abendessen im shwe khaing barbeque.

    
    
    

astrid’s program for today, thoroughly prepared, discloses the various facets of this interesting, rather big yet still pretty provincial and with 160 years still young city on the irrawaddy river. it’s real fun to cruise on a 125 ccm scooter through mandalay‘ rectangular streets adapting to the slightly chaotic but always pretty smooth traffic. the mahamuni pagoda, a gold leaves manufacturer, the legendary glass palace, reknown by amitav gosh’s history novel of the same name, the shwenandow monestary and finally an atmospheric sunset view from mandalay hill over the irrawaddy valley are our today’s stops, not to forget the delicious dinner at shwe khaing barbecue.

    

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