россия – lietuva – latvija 12.-26.06.09

россир 12.06.-13.06.09

mit links zum jeweiligen standort-bild (google earth)

23. tag – frei, 12. juni 2009 – braniewo/pl-lesnoe/rus – 110 km / 251 hm 01-leichter-regen.jpg

das berliner tor - kaliningrad (koenigsberg) der dom - kaliningrad (koenigsberg) mein zeltplatz bei lesnoe, kurische nehrung/rus

ein kurzer lichtblick die kurische ostseekueste zur guten nacht

das nasskalte wetter hält an und hat den einzigen vorteil, dass der beamte an der polnisch-russischen grenze mit mir frierendem radfahrer erbarmen hat und mich an der langen autoschlange vorbeiziehen lässt – in nur wenigen minuten bin ich in russland und erreiche nach nur rund 50 km das enttäuschende kaliningrad (königsberg), eine trotz des historischen doms und dem berliner tor sowie eines neuen, beinahe westlich gestalteten, von einer modernen basilika dominierten und mit vivaldis vier jahreszeiten beschallten platzes als auffällige merkmale völlig gesichtlose, graue stadt.

so hält mich hier nichts fest, und ich setze meine weiterfahrt – dank der falschen wegweisung eines polizisten auch noch über einen beachtlichen umweg richtung svetlogorsk (rauschen) – nach zelenogradsk (cranz) fort. von dort geht es bis kurz vor lesnoe (sarkau) im russischen ’nationalpark kurische nehrung‘, wo ich einen einmalig schönen wilden zeltplatz auf dem dünenkamm finde, der mir einen prächtigen ausblick auf die stürmisch-kalte ostsee bietet, in der ich kurz aber heftig bade.

24. tag – sa, 13. juni 2009 – lesnoe/rus-nida/lt – 50 km / 13 hm  01-leichter-regen.jpg

wochenendvergnuegen auf der kurischen nehrung mit russischen kindern in rybaschii (rossitten) die alte kirche von rybachii (rossitten)

heute steht nur eine kurzetappe bis nida (nidden) auf dem litauschen teil der kurischen nehrung an. der nationalpark scheint ein beliebtes wochenend-freizeit ziel russischer familien aus kaliningrad und umgebung zu sein, die mit privatfahrzeugen und bussen anreisen, um strandspaziergänge, museumsbesuche, wanderungen über lehrpfade und besichtigungen der zeugnisse der wechselhaften geschichte z. b. in rybachii (rossitten) zu unternehmen. in diesem ort werde ich beim besuch der alten kirche unversehens umringt von freundlichen kindern und ihren müttern und in eine nette unterhaltung trotz nur weniger deutschen und englischen worte verwickelt.

einmal mehr ist der grenzübergang in wenigen minuten erledigt, und der schnell erreichte campingplatz in nida, kurz hinter der grenze in unmittelbarer nähe der riesendüne, bietet die möglichkeit zum dringend erforderlichen großwaschtag.

lietuva 14.06.-16.06.09

25. tag – so, 14. juni 2009 – nida (ruhetag)  00-starker-regen.jpg

mittlerweile ist mir eines erschreckend klar geworden: durch das in gdansk nicht erhaltene nachschubpaket fehlt mir u. a. mit dem reiseführer ‚baltikum per rad‘ mit seinen darin enthaltenen strecken- und touristischen hinweisen sowie einem büchlein kulturellen und historischen inhalts zur region der für die weitere streckenführung sinngebende inhalt. so entschließe ich mich schweren herzens, angesichts des heftig strömenden regens aber sehr schnell, erst einmal hier zu bleiben und von nun an tagesform- und wetterabhängig den fortgang meiner reise jeweils spontan zu entscheiden. den schlenker durch das memelland und über kaunas streiche ich jedenfalls aus meiner routenplanung.

26. tag – mo, 15. juni 2009 – nida-palanga – 92 km / 215 hm  meist sonnig

auf dem radweg der kurischen nehrung die ostsee vor der kurischen nehrung litauische folklore open-air badezimmer auf dem zeltplatz, palanga

fast gemeinsam mit ferdi und elli, dolf und marlyne aus alphen am rhein/nl, die von berlin nach st. petersburg unterwegs sind, geht es am sonnigen morgen über den herrlichen radweg an die nordspitze der nehrung, von wo ich mit der fähre nach klaipėda (memel) übersetze, das ich im vergleich zu vor zwei jahren kaum wiedererkenne: beinahe westliches flair ohne verlust des historischen gesichts hat diese fast komplettt ‚runderneuerte‘ stadt. besonders nett die begegnung mit dem echt kölschen mädchen ulla aus refrath, die heute ihren 65. geburtstag feiert und sich von einer folklore kapelle unter der ännchen von tharau statue ein ständchen spielen lässt.

bei der weiterfahrt richtung palanga (polangen) treffe ich kurz vor dem ortseingang den tschechischen finnen lukas aus turku, der mit dem rad unterwegs zu einer hochzeitsfeier in prag ist. er gibt mir einen denkwürdigen tipp zu meiner reiseroute in finnland, auf den ich zu gegebener zeit noch eingehen werde. da die möglichkeit einer erneuten begegnung auf unserer beider rückreisen besteht, tauschen wir unsere mobiltelefon-nummern aus.

im gleichermaßen wie klaipėda aufgeblühten seebadeort palanga suche ich zunächst lange vergeblich nach einem campingplatz und finde mangels fachkundiger auskünfte schließlich lediglich einen privaten ’null sterne‘ platz mit plumpsklo und open air-badezimmer, verweigere dort aber, den an der vermeintlich dicken geldbörse westlicher touristen orientierten überhöhten preis zu bezahlen, was nach kurzer diskussion akzeptiert wird.

27. tag – die, 16. juni 2009 – palanga-grenze lt/lv – 67 km /  50 hm meist sonnig

typisches baltisches haus in litauen weidelandschaft in nord-litauen grenze zu lettland

heute verlasse ich erstmals bewusst die küste, um mir das landesinnere anzuschauen, was ich trotz des heftigen gegenwinds und des rauen straßenbelags, was meine reisegeschwindigkeit erheblich beeinträchtigt, nicht bereue, und steuere skuodas an der litauisch-lettischen grenze an. der weg dahin führt mich durch eine beschauliche landschaft mit weiten wiesenflächen, in denen vereinzelte rinder weiden oder durch die störche staksen und die nur durch kleine waldstücke unterbrochen werden. hin und wieder tauchen kleine ortschaften auf, eine lockere gruppierung gemütlich wirkender holzhäuser mit zwar meist verwitterter grauer holzfassade, mitunter auch in frischem grün oder fröhlichem gelborange angemalt, aber stets mit einem storchennest gekrönt und umgeben von alten obstbäumen und einem hübsch angelegten, sehr gepflegten ziergarten. auf den meist sehr kleinen kartoffelfeldern oder abgemähten weiden arbeiten familien ohne jede maschinelle hilfestellung, jäten unkraut oder wenden das heu.

skuodas, wo 1259 die schlacht von skuodas zwischen žemaiten und dem livonischen orden stattfand, erweist sich als typischer, seelenloser grenzort, obwohl die grenze nach lettland fast nicht mehr existent ist. nur ein dem verfall überlassenes abfertigungsgebäude sowie ein schmuckes grenzschild weisen mich auf den eintritt in ein neues land auf meiner route hin. kurz hinter der grenze fülle ich meinen wasservorrat aus einem schlauch auf einer kuhweide auf und finde einen wilden zeltplatz hinter buschwerk nur wenig abseits der praktisch unbefahrenen straße.

latvija   17.06.-26.06.09

28. tag – mi, 17. juni 2009 – grenze lt/lv-liepāja/lv – 61 km / 62 hm meist sonnig

schotterpiste in lettland originelles namensschild vor lettischem bauernhof blumenwiese in lettland der obligatorische storch

nach wolkenloser, sehr kalter, aber ungestörter nacht führt mich der weg zurück an die küste bei heftigem gegenwind aus nordwest mehrfach über schotterpisten – eine härteprüfung besonderer art. landschaft und charakter der orte bleiben unverändert, bis ich die strecke riga-liepāja erreiche und im sog des dort starken verkehrs in die stadt einfahre.

am stadtrand begegne ich den radlern angelika und hilmar, zwei, wie sich schnell herausstellt, wirklich urigen berlinern, die von riga nach klaipeda unterwegs sind und mir – man höre und staune – auf meine nicht gerade bescheidene frage tatsächlich ihr büchlein ‚baltikum per rad‘, das ich seit dem in danzig nicht erhaltenen nachschubpaket so sehr vermisse, leihweise und gegen ehrenwort überlassen – echte radler-solidarität!

auch an liepāja (libau) ist das wirtschaftswachstum im baltikum ablesbar. die vor zwei jahren noch abweisend grau wirkende stadt zeigt sich in neuem gewand und mit fröhlichem gesicht. moderne gebäude und gut befahrbare asphaltierte straßen, sorgfältig restaurierte historische fassaden und gepflegte blumengeschmückte plätze, straßencafēs und supermärkte fast westlichen standards bestimmen jetzt das stadtbild.

die suche nach dem campingplatz in karosta, einem völlig verwahrlosten, von grässlichen leerstehenden und fensterlosen plattenbauten beherrschten ehemaligen kasernen- und militärkomplex nördlich von liepāja, gestaltet sich problematisch und endet schließlich auf einer wiese in einer schrebergartenkolonie. offensichtlich aus mitleid bietet mir ein nettes ehepaar nicht nur das erbetene trinkwasser aus seinem eigenen vorrat, sondern auch noch eine übernachtung in seinem privathaus, was ich allerdings höflich ablehne, um selbst kochen und so meinen gerade aufgestockten proviant gewichtsmäßig wieder etwas abbauen zu können. hätte ich geahnt, welche mücken-invasion ich mir damit erspart hätte, wäre die entscheidung vielleicht anders ausgefallen.

29. tag – do, 18. juni 2009 – karosta-pavilosta – 48 km / 30 hm 01-leichter-regen.jpg

einer der vielen findlinge im baltikum lettische familie bei der feldarbeit spass mit marianne und wolfgang

dank eines kräftigen schiebewindes erreiche ich das nur knapp 50 km entfernte etappenziel pāvilosta (paulshafen) zunächst über eine schotterpiste, dann durch relativ eintönigen wald und immer wieder an feudalen, großzügig angelegten anwesen offensichtlich betuchter letten vorbei, relativ früh.

in pāvilosta angekommen erwartet mich eine begegnung einer ganz besonderen art:

marianne und wolfgang aus köln, die auf fast deckungsgleicher route und über einen unwesentlich längeren zeitraum wie ich gleichfalls mit dem rad unterwegs sind. es ist ihre erste radtour dieser dimension, und – ich glaube es kaum – sie kennen mich bereits, denn ihre vorbereitungen haben sie in wesentlichen zügen auf meinen internet-reisebericht über die nordkap-tour 2007 gestützt. dazu kommt noch, dass wolfgang wie ich ebenfalls über 30 jahre in einer kölner lackfabrik in führender funktion tätig war und wir so eine reihe gemeinsamer bekannter entdecken. natürlich verabreden wir uns spontan zum abendessen, das den rahmen für einen sehr fröhlichen und unterhaltsamen abend bilden sollte. wir verstehen uns auf anhieb blendend, haben viel spaß miteinander und verabreden uns locker zur eventuell gemeinsamen weiterfahrt nach ventspils (windau) am nächsten morgen.

mein zelt schlage ich unweit des herrlichen strandes von pāvilosta auf einem nicht mehr geführten, aber sehr schönen campingplatz-gelände auf und nehme mangels vorhandener dusche bei 14 grad ein bad in der vom kräftigen südwest-wind aufgepeitschten kalten ostsee – sehr erfrischend!

30. tag – 19. juni 2009 – pavilosta-ventspils – 75 km / 147 hm meist sonnig

mein zeltplatz in den duenen von pavilosta an der steilkueste von jurkalne schoenes lettland

ventspils bibliothek und nikolauskirche ventspils am hafen 1 ventspils am hafen 2

früh schon mache ich mich auf und treffe an der beeindruckenden steilküste von jurkalne – durch sms-kontakt zusammengeführt – wieder mit marianne und wolfgang zusammen, mit denen ich dann bis ventspils zusammen bleibe. die fahrt dorthin ist einfach traumhaft: ein heftiger südwest-wind schiebt nicht nur uns über die wenig befahrene, bestens asphaltierte straße p111 in unmittelbarer küstennähe durch eine herrliche wiesen- und waldlandschaft, sondern auch die wolken vom himmel, der sich in kräftigem blau mit einigen wenigen weißen wattewolken von seiner besten seite zeigt. entsprechend gut ist unsere stimmung, als wir am frühen nachmittag in das sympathische, propere ventspils (windau) mit seinen großen handels- und kriegshäfen einfahren. einfallsreiche blumenarrangements, gepflegte hübsche parkanlagen, unzählige skulpturen, elegante moderne architektur in ausgewogener symbiose mit historischen bauten – ganz besonders auffallend dabei die bibliothek -, das fehlen des üblichen abfalls oder heutzutage unvermeidlicher graffitis sind die offensichtlichen attribute, auf welche die bürger von ventspils und ganz lettland mit recht stolz sind.

die einzigartige qualität des piejūras kempings sowie die erlesene gastlichkeit und güte des stilvollen, in der alten ordensburg gelegenen restaurants ‚krogs melnais sivens‘, in dem ich mit marianne und wolfgang zu abend esse, fügen sich nahtlos in dieses harmonische bild dieser im 13. jahrhundert vom schwertbrüderorden gegründeten stadt.

31. tag – so, 20. juni 2009 – ventspils-kolka – 89 km / 106 hm meist sonnig

busnieku-see unterwegs auf der schotterpiste kultur- und versammlungshaus des liven-volkes in mazirbe

vorbei am schönen busnieku-see lasse ich gemeinsam mit marianne und wolfgang ventspils hinter mir auf der fahrt nach kolka, bei der uns eine insgesamt 40 km lange schotterpiste konzentration und radfahrerisches können abverlangt, die aber gemeinsam dennoch relativ problemlos überwunden wird.

der abstecher nach mazirbe (klein-irben) bringt uns in kontakt mit der geschichte des nur in der region kurzeme angesiedelten liven-volkes, finnische balten mit einer eigenen sprache, während der sovjet-zeit unterdrückt, einer eigenen fahne – grün-weiß-blau – und einer noch immer gepflegten kultur. zeugnis legt dafür das vom finnischen architekten kuttunen im strengen stil des funktionalismus geschaffene kultur- und versammlungshaus der liven – sein einziges werk außerhalb finnlands – mit einer kleinen ausstellung ab.

bei der ankunft in kolka bietet sich uns ein besonderes naturschauspiel: an der windumtosten landspitze kolka rags (irben-straße) treffen die baltikwellen mit denen der riga-bucht aufeinander; und ein 5 km auf einer künstlichen insel der hier extrem spitz geformten küste vorgelagerter leuchtturm warnt vor dem bereich mit den meisten versunkenen schiffen in der ostsee.

der empfehlung des bei liepāja getroffenen berliner paars folgend begebe ich mich auf den campingplatz ūsi, der durch seine zwar einfache, aber sehr stilvoll gestaltete einrichtung und herrliche lage direkt hinter einem wunderbaren strand an der riga bucht eindeutig aus dem rahmen des üblichen fällt. mit abermals einem gemeinsamen abendessen beenden marianne, wolfgang und ich – vorläufig – unser gemeinsames reisen, da ich mich angesichts des guten wetters und der schönen umgebung zum verweilen entschließe.

32./33. tag – so/mo, 21./22. juni 2009 – ruhetage meist sonnig

kolka rags - irben-strasse bei kolka campingplatz usi in kolka kolka rags - bei kolka

besonderes gibt es nicht zu berichten, denn körper- und radpflege, sonnen, baden, lesen bestimmen den tagesinhalt. lediglich die mich seit der ankunft quälenden schmerzen im rechten knie bereiten mir sorgen und bewegen mich zu neuen überlegungen zu meiner reiseroute.

abwechslung bringt allerdings die begegnung und interessante unterhaltung mit markus, einem hochschul-pädagogen aus zürich, der einen, seitens seiner universität gewährten, 3-monatigen bildungsurlaub zur erkundung des baltikums zu fuß, per zug, leihfahrrad oder -wagen nutzt. ein besonders netter zufall, dass ich ihm später überraschend noch einmal in riga begegnen sollte.

34. tag – die, 23. juni 2009 – kolka-abragciems – 84 km / 28 hm meist sonnig 

markus aus zuerich versandete lagune bei purciems bei kaltene 

lettische schoenheit am johannistag johannisfeuer johannisfeier in abragciems

über eine zunächst recht eintönige, ebene waldstrecke führt mich die fahrt richtung riga, bei der jedoch die versandete lagunenlandschaft bei purciems, die steinansammlungen vom rande des eiszeitmeeres bei kaltene und eine aufgeschreckte elchkuh willkommene und interessante abwechslung bieten. und ab mērsrags bieten sich wieder wunderschöne ausblicke auf die riga bucht.

mit birkenzweigen und landesfahnen geschmückte autos und mit blumenringen bekränzte mädchen künden die feierlichkeiten des heutigen johannis- und morgigen nationalfeiertages an, denen ich mich auch auf dem schön zwischen kiefernwald und dünen gelegenen zeltplatz in abragciems nicht entziehen kann oder gar will. bis in den frühen morgen hinein sitze und diskutiere, singe und lache ich mit jugendlichen aus lettland, russland und besonders mit der sehr netten familie priks aus tallinn am johannisfeuer, natürlich nicht ohne den obligatorischen konsum von bier und wodka.

35. tag – mi, 24. juni 2009 – abragciems-riga – 82 km / 45 hm meist sonnig 

neureichen-villa in jurmala jurmala zentrum altstadt panorama riga

die fahrt nach riga hat landschaftlich keinerlei highlights, da der weg zwar nahe an der küste, aber fast ausschließlich durch wald führt. interessant ist allerdings die durchfahrt durch den traditionsreichen badeort jūrmala (rigastrand) mit seinem speziellen mix von historischen holzhäusern und modernen villen begüterter letten und vor allem russen, die sich hinter dem legendären strand des ortes ihre zum teil doch recht ausgefallenen ferien-domizile errichtet haben.

kurz vor der ankunft in riga hupt es neben mir und ich treffe sehr überraschend die sympathische familie priks wieder, mit der ich nun adressen austausche und ein wiedersehen in tallinn vereinbare.

leider macht mir mein rechtes knie zunehmend probleme, so dass ich den großteil der strecke wie schon am vortag quasi nur mit einem bein fahre. entsprechend erschöpft erreiche ich am frühen nachmittag das vertraut schöne, an der daugava (düna) gelegene riga, der größten stadt des baltikums, wo ich mich auf das wenig attraktive city camping begebe und anschließend in der bezaubernden altstadt ein nettes wiedersehen mit marianne und wolfgang feiere.

36. tag – do, 25. juni 2009 – riga (reise-abbruch) meist sonnig

wegen der anhaltenden knieprobleme lege ich einen unplanmäßigen ruhetag und besuch bei einem orthopäden ein, der eine tendonitis diagnostiziert und mir eine passende therapie verordnet. die tour kann also weiter gehen – denke ich. dann aber der schock, als ich das krankenhaus verlasse und feststellen muss, dass mein geliebter idworx ‚off-rohler‘, das beste trekking bike der welt, einen neuen besitzer gefunden hat, trotz sicherung mit schloss an einem eisernen geländer. den tränen der enttäuschung nahe informiere ich die mich mehr als zwei stunden warten lassende polizei und buche bereits für den nächsten mittag meinen heimflug.

ein sehr, sehr trauriges und unverhofftes ende einer bis hierhin wunderbaren reise. zu hause werde ich überlegen, was ich nun mit dem sommer anfange. den geplanten besuch in helsinki bei sohn und enkel sowie guten freunden werde ich wohl doch noch irgendwie realisieren…

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